Donnerstag, 22. Oktober 2026

Gwen und die Bibliothek der Wunder

 

Rezensionsexemplar

"Gwen und die Bibliothek der Wunder" von Jeanne Birdsall aus dem Carlsen Verlag   mit Vignetten von Max Meinzold



Die elfjährige Gwen pendelt immer zwischen ihren Eltern, doch glücklich ist sie bei keinem der beiden. Dann soll sie für zwei Wochen zu ihrem Großonkel Matthew, den sie bisher überhaupt nicht kannte.

 Doch dort fühlt sie sich von der ersten Minute an willkommen und geliebt, selbst Hündin Pumpkin gibt ihr das Gefühl und die mag normal keine anderen Menschen. Auch zu seiner Tochter Nora hat Gwen schnell ein besonderes Verhältnis. Das liegt auch an einem Geheimnis, das die zwei teilen..... Denn als Gwen die wunderschöne Bibliothek besucht, die einst von einem ihrer Vorfahren gebaut wurde, erfährt sie von einem "Spiel", dass die Kinder dort immer spielen. Die Kinder sind nämlich alle ganze begeistert von den kleinen Wesen die in der Bibliothek wohnen, den Lahdukan. Doch sobald ein Kind 7 Jahre alt wird ist der Zauber weg und sie erinnern sich nicht mehr, deshalb denken auch die Erwachsenen es handelt sich nur um ein Spiel. Aber die Lahdukan gibt es wirklich und weil Gwen, genau wie Nora, eine ganz besondere Nachkommin der  MacKinnon Familie ist, kann sie die Lahdukan immernoch sehen und ist somit ganz wichtig für sie. 


Als ihre Bibliothek umgebaut werden soll und die bösen Bestien (Baufahrzeuge) anrücken braucht es einen Plan um den MacKinnon Clan der Lahdukan in Sicherheit zu bringen. Und mit den richtigen Menschen (und Lahdukan) an ihrer Seite kann sie alles schaffen.


Und auf diesem Weg wird Gwen noch einiges herausfinden, Interessenten Ladukan begegegnen, viele gefährliche Situationen überstehen und ganz viel Glück in neuen Freundschaften finden ♥️



Meine Meinung 

Das Buchcover hat mich natürlich direkt angesprochen, denn ich liebe es, wenn Cover ein wenig geheimnisvoll aussehen 😊


Es war so herzerwärmend, wie liebevoll Onkel Matthew und seine Tochter Nora Gwen bei sich aufgenommen haben. Bei ihnen hat sie sich das erste Mal geliebt und akzeptiert gefühlt. Ein Zuhause voller Wärme gefunden, das sie von ihren Eltern nie bekommen hat, obwohl sie so ein wundervolles Mädchen ist. Und dann ist da auch noch diese tiefe Verbundenheit zu den magischen Lahdukan die sie aus ihren Selbstzweifeln herausholen und ihr zeigen wie besonders sie ist.


Ganz besonders habe ich auch die Verbindung zum 6 jährigen Nachbarskind Julia genossen. Mit ihrer eher aufdringlichen, kindlichen Art hat sie Gwen so viel geben können. 



Die Geschichte der Lahdukan reicht ganz weit in die Vergangenheit, weshalb sie auch immer wieder mit Ereignissen aus der Vergangenheit kommen, die noch heute eine Bedeutung haben.


Ein super aufregendes und wildes Abenteuer erwartet einen hier allerdings nicht. Grundsätzlich ist der Verlauf der Geschichte eher ruhig und angenehm. Es gibt immer mal wieder spannende Momente, aber auch viele Situationen in denen Gwen neues über die Lahdukan erfährt, über sich selbst hinaus wächst und mutig wird, dass sie selbst von sich überrascht ist. 


Das gesamte Buch ist meiner Meinung  nach sehr kindgerechte geschrieben, weil es auch viel Leichtigkeit und Freude trägt. Man kann die Gefühle von Gwen sehr gut nachempfinden. Und obwohl sie nicht glücklich bei ihren Eltern ist versucht sie dennoch nie schlecht von ihnen zu reden. Ich hätte sie an manchen Stellen einfach selbst so gerne in den Arm genommen um ihr zu sagen wie toll sie ist.  



Ich bin immer froh wenn ein Buch ein Ende nimmt, genau so wie ich es mir vorgestellt habe und da wurde ich diesmal nicht enttäuscht. Ich bin sehr zufrieden aus dem Buch heraus und hatte ein Lächeln im Gesicht 😊



Erschienen am  31. August 2026

352 Seiten 

Ab 10 Jahren

ISBN 978-3-551-55972-2

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